Flucht vor Konflikten: Warum wir uns oft vor Konflikten verstecken

Konflikte gehören zum Leben dazu – sei es im beruflichen Umfeld oder im privaten. Dennoch zeigt sich, dass viele Menschen eher die Flucht ergreifen, anstatt sich den Konflikten zu stellen. In meiner langjährigen Arbeit mit Konfliktsituationen ist mir das häufiger aufgefallen, fast immer war zu allererst der Versuch da, vorm Konflikt zu fliehen. Und das ist tatsächlich nicht ungewöhnlich.

Warum treten wir Menschen die Flucht an, wenn es schwierig in Beziehungen wird?

  1. Selbstschutz: Wir vermeiden den Kontakt mit unseren Emotionen. Denn die können ganz schön weh tun. Die Flucht vor Konflikten dient dem Selbstschutz, indem sie verhindert, dass wir uns mit unseren eigenen Emotionen auseinandersetzen müssen. Der Gedanke, sich unangenehmen Gefühlen stellen zu müssen, treibt uns oft dazu, lieber auf Distanz zu gehen und den Konflikt zu umgehen.

  2. Angst vor Konsequenzen: Wir haben Angst vor dem was kommen könnte. Die Befürchtung, dass die Auseinandersetzung mit einem Konflikt negative Konsequenzen mit sich bringen könnte, ist ein weiterer Anlass zur Flucht. Die Angst vor möglichen Konsequenzen kann so groß sein, dass es einfacher erscheint, den Konflikt zu vermeiden, anstatt sich ihm zu stellen.

  3. Fehlende Konfliktlösungskompetenzen: Wie sollen wir sagen, was wir denken? Viele Menschen wissen einfach nicht, wie sie mit Konflikten umgehen sollen. Die Tür zur Flucht wird genommen, anstatt in die so unbekannte Welt der Konfliktbewältigung zu gehen. Sie sagen lieber nichts, als irgendwas "falsches".

  4. Beziehungserhaltung: Ich will das alte festhalten. Die Angst davor, dass die Auseinandersetzung mit einem Konflikt die Beziehung zum Gegenüber gefährden oder verändern könnte ist groß. Als Überlebensstrategie wird oft die Flucht gewählt, um die Verbindungen (egal wie gestört sie doch ist) zu bewahren. Doch paradoxerweise können unausgesprochene Konflikte langfristig zu noch größeren Belastungen für Beziehungen führen. Wir Mediatoren sagen dann:

"der Konflikt verschwindet nur kurz, um sich Verstärkung zu holen"

Warum Konflikte wichtig sind:

Konflikte machen Angst, das ist mir klar. Geht mir übrigens auch so. Konflikte sind oft aber der Motor für positive Veränderungen. Insbesondere in Unternehmen und vor allem der Hotellerie (das weiß ich aus eigener Erfahrung) besteht hier noch Aufholbedarf, um einen gesunden Umgang mit Konflikten zu etablieren.

Drei Wege, um Konflikten in Unternehmen mutig zu begegnen, die ich Euch empfehle:

  1. Entwicklung von Konfliktlösungskompetenzen durch Schulungen: Investitionen in Schulungen, die den Mitarbeitern helfen, Konflikte konstruktiv anzugehen, sind unerlässlich.

  2. Ermutigung der Mitarbeiter zur Äußerung: Das Bewusstsein schärfen, dass es wichtig und akzeptabel ist, sich zu äußern. Und vor allem, es vorleben!

  3. Schaffen einer offenen Kommunikationskultur: Die Einrichtung von Anlaufstellen oder die Ausbildung von Konfliktlotsen fördert eine Umgebung, in der Konflikte nicht als Bedrohung betrachtet werden.

Die Flucht vor Konflikten ist menschlich, doch um persönlich und auch beruflich zu wachsen, ist es an der Zeit, den Mut aufzubringen, sich den Konflikten zu stellen.

Hallo!

Ich bin Jessica Kioschis, und ich möchte Dir helfen, Deine persönlichen Ziele zu erreichen und Konflikte zu meistern.

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