Der Fluch der Gefühle und warum es keine negativen Gefühle gibt.

Hast du dir jemals die Frage gestellt, ob es wirklich "negative" Gefühle gibt oder ob wir sie nur deshalb so bezeichnen, weil sie sich nicht gut anfühlen? 

Spannende Frage, oder? Sollten wir unsere Emotionen und die Art und Weise, wie wir sie wahrnehmen, vielleicht in Frage stellen?

Schauen wir uns das genauer an. Was sind eigentlich "negative" Gefühle? Sind sie wirklich schlecht oder erscheinen sie uns nur so, weil sie sie im Vergleich zu anderen Emotionen als unangenehm empfinden? Wenn wir zum Beispiel Freude und Liebe als positive Gefühle bezeichnen, dann könnten Traurigkeit und Wut einfach als ihre Gegenstücke existieren, nicht unbedingt aber als "negativ".

Wir leben nämlich in einer Welt der Dualitäten.

Tag und Nacht, Sonne und Regen, Glück und Trauer

– all diese Gegensätze bestimmen unser Leben. Ohne das Prinzip der Dualität könnten wir vielleicht nicht einmal wirklich verstehen, was Freude oder Glück bedeuten. Könnte es also sein, dass wir scheinbar "negative" Gefühle nur deshalb erleben, weil es auch "positive" gibt?

Was ich jetzt sage, mag zunächst verwirrend klingen, aber mich hat das fasziniert. 

Was wäre, wenn unsere von uns bewerteten negativen Emotionen eigentlich nur ein Teil eines größeren, sehr weiten und ausgewogenen Gefühlsspektrums sind? Wenn es keine negativen und positiven Gefühle gibt?

Wenn Du nämlich keine Traurigkeit oder Wut empfinden könntest, könntest Du dann wirklich die volle Tiefe von Liebe verstehen?

Emotionen existieren nicht isoliert, auch wenn wir das denken.

Sie sind miteinander verwoben, ein komplexes Netzwerk aus unseren Erfahrungen, das uns zum Mensch macht. Ohne Dunkelheit könnten wir das Licht nicht schätzen. Ohne Verlust könnten wir die Bedeutung von Liebe nicht wirklich verstehen. Nur durch diese Dualität finden wir ein Gleichgewicht und können alle menschlichen Gefühle verstehen und schätzen. 

Ein Perspektivenwechsel hier kann Dein Verständnis der Gefühle verändern. Statt sie als gut oder schlecht zu bewerten, könntest du beginnen, sie als natürlichen Teil Deiner Gefühle zu akzeptieren. Als Teil der Gesamtheit aller Deiner Gefühle und damit als Teil von Dir.

Auch “negative” Gefühle verdienen den Raum in uns. Indem wir akzeptieren, dass es sie gibt und sie verstehen, könnten wir tiefer in unsere eigene Emotionalität eintauchen und uns mehr kennenlernen.

Und dazu kommt, dass wir diese Gefühle stets weg löschen wollen, ganz schnell, weil wir so Angst vor den Schmerzen haben, die sie verursachen können. Es tut jedoch viel mehr weh, wenn wir sie nicht zulassen und vielleicht verdecken, dann kommen sie nämlich irgendwann, wenn Du nicht mit rechnest, mit voller Wucht dreifach schlimm zurück.

Versuche mal beim nächsten Mal, wenn ein “negatives” Gefühl in Dir hochkommt, es “zu halten”, lass es richtig da sein, lass es sich ausbreiten, in Deinem ganzen Körper, atme tief in es hinein, versuche es bewusst wahrzunehmen und da zu lassen.

Du wirst merken, dass es relativ schnell wieder verschwindet und Deine Angst vor ihm viel größer wahr als es sich wahrhaftig schlecht anfühlt.

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